Dienstag, 29. Dezember 2009


Nachdem ich gestern den letzten Beitrag hier eingestellt hatte, gabs auch gleich einen Stromausfall.
Heute will ich euch mal unsere letzte Ernte aus dem Gemuesegarten zeigen.
Ich hatte ein paar Tueten Zuchini- und Gurkensamen mitgebracht und das ist das Ergebnis. Die Zuchini wachsen praktisch ueber Nacht.
Sind sie am Vorabend noch ganz klein (ca 5cm) sind sie am naechsten Morgen schon 15cm lang, also wird geerntet und Abnehmer dafuer gibts auch jede Menge.
Die Kartoffeln hatte ich aber nicht mitgebracht :-)

Montag, 28. Dezember 2009


Die meistgestellte Frage ist: Wie feiert man Weihnachten in Kenia?
Die Antwort: Relativ unspektakulaer.
Der "Weihnachtsrummel" wie wir ihn kennen, findet hier nicht statt, zumindest nicht auf dem Lande. Aber auch in Nairobi hab ich nicht allzu viel davon gesehen.
In den Supermaerkten steht meist ein kleiner Weihnachtsbaum mit etwas Dekoration, aber das wars auch schon.
Ansonsten geht es Weihnachten vielen Ziegen an den Kragen. Was bei uns die Weihnachtsgans ist, ist hier die Ziege.
So auch bei uns. Die Ziege wird geschlachtet, ausgenommen und zerlegt und die einzelnen Teile erstmal alle gekocht. Das Fleisch kommt danach auf den Grill.
Waehrend sich die Maenner mit der Ziege bzw deren Fleisch beschaeftigen bereiten die Frauen die sonstigen Beilagen.
In einem grossen Topf (bei so einem Fest sind immer viele Leute anwesend) werden Kartoffeln, Weisskraut, Zuchini, Tomaten und alles was der Garten sonst noch hergibt, gekocht. Ausserdem gibts noch Chapati (die Zubereitung wurde in einem frueheren Post beschrieben).
Wenn alle hungrig genug sind, setzt man sich zusammen, isst und hoert Musik, erzaehlt und lacht.
Also alles Sachen, die wir bei uns auch machen.

Samstag, 19. Dezember 2009


Vor ziemlich genau 10 Tagen wurde bei uns der Transformator fuer die lokale Stromversorgung gestohlen. Gestern kam nun ein LKW der KPLC (Kenyan Power and Lighting Corporation) vorgefahren und man baute Ersatz ein.
Wir sind also wieder mit elektrischer Energie versorgt und muessen nicht mehr durch die Dunkelheit laufen :-) Der kleine Kasten am linken Holzmast hat gefehlt und wurde nun ersetzt und macht wieder eine Menge Leute gluecklich.
Geraetselt wird nur, warum das diesmal so schnell ging.

Am 16. Dezember waren wir mal in Thika unterwegs und haben uns die dortigen Sehenswuerdigkeiten angeschaut.
Am Rande der Stadt gibt es das Hotel Blue Post und dort kann man die Anlagen auch als Nichtbewohner des Hotels besichtigen.
Neben den ueblichen Angeboten von Schnitzereien, Bildern und anderen handwerklichen Dingen gibt es dort auch einen Wasserfall, der die Stadt Thika mit Wasser versorgt.
Hier mal ein kurzer Eindruck von dem Wasserfall.

Samstag, 12. Dezember 2009

Am letzten Samstag fuhren wir zu einer Hühner-Farm in der Nähe von Gatundu.

Wir wollten dort Hühnermist kaufen. Den bekommt man zwar auch hier von Händlern angeboten,
aber fährt man zu dem Erzeuger und holt sich das dort selbst ab, kostet die gleiche Menge
nur rund die Hälfte.

Also Grund genug selbst aktiv zu werden.
Wir wurden freundlich begrüßt und durften uns auch ohne Probleme auf der Farm umsehen und Bilder machen.
Wenn man diverse TV-Berichte über Legefarmen in Deutschland gesehen hat und die Hennen dort in den engen Käfigen ohne
richtigen Boden in Erinnerung hat, so war hier die Überraschung groß.


Die Farm besteht aus 5 Häusern, in denen jeweils rund 10.000 Hennen auf zwei Ebenen
untergebracht sind.
Der Fußboden verdient auch den den Namen "Fußboden" und ist mit Holzspänen bedeckt, die dann jeweils mit dem Hühnermist ausgekehrt und durch neue Späne ersetzt werden.

Die Hühner haben Platz um frei in den Gehegen rumzulaufen und sich bei Bedarf an den Futter-und Wasserspendern zu bedienen.

Die Eier werden an diverse Supermärkte in der Region verkauft.

Beim Betreten des Geländes muss man auch hier die entsprechenden Desinfektionsmaßnamen durchführen: Die Schuhe und auch die Reifen des Auto müssen durch ein entsprechendes Desinfektionsbad.

Zum Abschluß unseres Besuchs gabs noch ein Bild mit dem Verwalter, einem Teil der Leute, die unseren Wagen beluden und meiner
Frau und mir.

15 frische Eier gabs zum Abschied auch noch gratis dazu.

Freitag, 11. Dezember 2009


In der Nacht zum 8. Dezember wurde in unserer Nachbarschaft Ein Transformator gstohlen. Damit ist jetzt ein Teil der Anwohner und auch wir ohne Stromversorgung.
Wie lange es dauern wird, bis der Transformator ersetzt wird konnte bisher niemand sagen. Die Anwohner gehen von ca 3 Monaten aus. Lassen wir uns ueberraschen.
Zum Glueck haben wir fuer Beleutungszwecke noch eine Gasleuchte und eine Petroleumlampe hier. Ausserdem hatte ich meine Dynamotaschenlampe mitgebracht.
Mein Kurzwellen-Radio laeuft tagsueber mit Solarzellen und Abends werden die Akkus eingesetzt, die tagsueber ebnfalls ueber Solarzellen geladen werden.
Somit ist die groesste Not gelindert, aergerlich ist es trotzdem.
Mobiltelefon, Kamera und Netbook kann ich bei Bedarf hier im Internet-Cafe aufladen, somit bleibe ich euch auch hier erhalten :-)

Hier nun noch der Link zum versprochenen Video fuer die Hobby-Koeche unter den Lesern.

Bis zum naechsten Mal wuensche ich euch allen eine frohe Adventszeit und nicht allzuviel Kaelte.

Freitag, 4. Dezember 2009

Heute hat es endlich mit dem Video geklappt und ihr koennt es Euch bei Youtube ansehen:
Das Video unseres Ziegennachwuchses
Mittlweile ist der Kleine aber wieder etwas groesser geworden und muss sich gegen seine groesseren Kollegen durchsetzen.
Das Wetter ist immer noch ziemlich regnerisch, was aber die hiesigen Gartenbesitzer freut, alles ist gruen und waechst und gedeiht.
Ansonsten gibt es nicht viel neues von hier zu berichten. Ein weiteres Video ist gerade in Bearbeitung und diesmal ist es etwas fuer Hobbykoeche :-)
Also lasst Euch ueberraschen.
Bis dann dann...kwa heri

Samstag, 21. November 2009

Leider hat es heute nicht geklappt, ein neues Video auf Youtube hochzuladen.
Ich glaube ich muss mal ein anderes Internet-Cafe versuchen.
Gestern war ich mit einem Matatu (das ist ein Fahrzeug des hiesigen oeffentlichen Nahverkehrs) nach Thika gefahren. Diese Fahrzeuge sind immer uebervoll. Bei Gelegenheit werde ich mal ein Bild eines wirklich vollgeladenenen Matatus hier reinstellen :-)
Auf der Rueckfahrt stoppte der Wagen ploetzlich und nach kurzer Wartezeit wendete der Fahrer und fuhr ca 1km zurueck. Dort wendete der Wagen wieder, hielt an und ein Passagier wurde in ein nachfolgendes Fahrzeug umquartiert.
Wir fuhren dann weiter und dann erkannte ich auch den Grund fuer dieses ganze Manoever: Eine Polizeisperre.
Der Fahrer befuerchtete wohl eine groessere Strafe wenn er mit zu vielen Fahrgaesten erwischt wuerde. So konnten wir nach einem kurzen Stopp an der Sperre ungehindert weiterfahren.
Diese Polizeisperren finden oefters statt und dienen nicht wirklich der Sicherheit im Strassenverkehr. Die Fahrer der Matatus verstaendigen immer ihre entgegenkommeneden Kollegen ueber diese Sperren und so werden diese entweder auf Umwegen umfahren oder Fahrgaeste werden wie in dem gestrigen Fall einfach umgeladen.

Mittwoch, 18. November 2009

Nachdem mein gestriger Versuch, ins Internet zu kommen, wegen Stromausfall gescheitertwar, hier ein neuer Versuch.
Stromausfall haben wir hier oefters, damit muss man hier leben und versuchen das Beste draus zu machen. Der Stromausfall von gestern dauerte mehrere Stunden. Zum Glueck hatte ich am Abend vorher den Akku meines Netbooks aufgeladen. So konnte ich ein neues Video bearbeiten. Ich werde versuchen es wieder bei Youtube hoch zu laden.
Diesmal handelt es von einem kleinen Ziegenbock, der hier auf die Welt kam und jetzt alle Bewohner des Gartens kennen lernt.
Es ist schon faszinierend zu sehen, wie schnell so ein Tier lernt, auch wenn es ab und zu auf die Nase faellt.
In Nairobi war ich vor kurzem fuer zwei Tage. Die Stadt ist mehr als hektisch und laut.
Fuer ein paar Tage ist ein Aufenthalt dort ja ganz schoen. Man kann mal wieder RICHTIG duschen, aber ansonsten ist das Landleben angenehmer und ruhiger.

Vor ein paar Tagen wurde Kaffe gepflueckt. Ich musst natuerlich auch mein Glueck versuchen :-)

Mittwoch, 4. November 2009

Jetzt hat es doch noch geklappt mit dem Video bei Youtube.
Hat zwar ca 90 Minuten gedauert, aber damit kann ich wenigstens mein erstes Video hier reinstellen.
Einem jungen Rind wurden die Hoerner abgeschnitten damit sich die Tiere nicht gegenseitig verletzen koennen.
Wie das hier gemacht wird, zeigt das Video.
Nun bin ich schon fast 3 Wochen hier in Kenya und dies ist mein erster Eintrag im Blog.
Das liegt auch daran, dass die Geschwindigkeit im Netz sehr zu wuenschen uebrig laesst.
Aber ich bin gut angekommen und habe meine ersten (viel zu viele) Mueckenstiche eingesammelt.
Es regnet im Moment sehr viel, was fuer die Landwirtschaft gut ist, aber in einigen Gebieten ist es schon wieder zuviel Regen.
Bilder werde ich auch noch einstellen, wenn der Netzzugang das zulaesst.
Durch Nairobi bin ich bisher nur einmal gekommen, bei der Anreise, und der Verkehr innerhalb Nairobi ist wirklich so schlimm wie er beschrieben wird.
Ausserhalb ist es zwar nicht so verkehrsreich, aber die Strassen bestehen fast nur aus Schlagloechern. Die Fahrer der Matatus kennen die Schlagloecher aber anscheinend alle mit Vor- und Familiennamen :-)
So das wars dann mal fuer heute, sobald ich mal wieder frueh aufstehe, kommt mein naechster Eintrag.
Bis dahin

Kwa heri