Dienstag, 12. Januar 2010

So langsam naehert sich meine Zeit in Kenia dem Ende.
Wir waren daher gestern nochmal in Thika um einige Sachen einzukaufen.
Auf der Rueckfahrt passierte dann das, worauf ich schon die ganze Zeit gewartet hatte.
Das Matatu blieb auf freier Strecke wegen Benzinmangel stehen.
Das ist nichts aussergewoehnliches und passiert haeufiger. Mir ist das diesmal nur einmal passiert.
Aber so schlimm ist es auch nicht. Der Fahrer schnappt sich einen leeren Benzinkanister, haelt das naechstfolgende Matatu an und verschwindet fuer eine Weile.
Nach ca 30 Minuten ist er wieder da, ein Bananenblatt wird abgerissen um damit einen Trichter zu bauen und nach weiteren 5 Minuten geht es ohne weitere Pobleme wieder auf die Strasse.
Bis Freitag werde ich jetzt meine "Siebensachen" packen und dann gehts zurueck ins winterliche Deutschland.

Slowly my time in Kenya comes to an end.
Yesterday we went to Thika to buy a few things. On our way back something happend whereupon I had waited all the time.
The Matatu stopped in the middle of the road because off lack of petrol. That's not very unusual and happens often. But this time it happend only once to me.
But it is no big problem. The driver picks a petrol can, stops the next matatu and off he goes.
30 minutes later he is back, formes a funnel from a banana leave and 5 minutes later we are on the street again.
Until friday I have to collect my bits and pieces and then I will be back in the cold and snowy Germany.

Donnerstag, 7. Januar 2010


Vor einigen Tagen gabs wieder mal Nachwuchs bei uns. Diesmal 8 Kuecken.
Die machen einen ziemlichen Krach wenn sie hungrig sind und das sind sie fast immer.

A few days ago we had another offspring. This time we had 8 chicken. They are very noisy whenever they are hungry and they are hungry nearly all the time  :-)

Dienstag, 5. Januar 2010

Seit gestern streiken die Matatus.
Das bedeutet, dass der oeffentliche Nahverkehr fast ganz ausfaellt.
Matatus sind hier in Kenia so ziemlich das wichtigste Verkehrsmittel. Egal wo man hin will, Matatus fahren dort hin. Manche Strecken sind weniger frequentiert, anderen mehr.
In diesen Fahrzeugen werden so viele Leute mit ihrem Gepaeck transportiert.
Wenn auf so einem Matatu steht "14 Passagiere", dann werden noetigenfalls auch 16 oder 17 Leute damit gleichzeitig transportiert.
Es geht also im allgemeinen sehr eng zu in so einem Matatu.
Nun streiken diese Matatus also fuer 3 Tage.
Das hat Auswirkungen auf das normale Leben hier in Kenya.
Als ich heute frueh hier ins Internet-Cafe hier in Mang'u ging (das sind ca 20 Minuten Fussmarsch)standen an der Strasse viele Leute, die die Milch ihrer Kuehe normalerweise per Matatu an ihre Kunden liefern lassen.
Heute bleibt die Milch wahrscheinlich auch wieder ungeliefert. Hotels und Restaurants warten also vergeblich auf ihre Lieferungen und werden den Tee ohne Milch servieren oder die teurere Milch im Supermarkt kaufen muessen.
Genauso bleiben viele Berufspendler heute entweder zuhause oder sie muessen zu Fuss zu ihrem Arbeitsplatz gehen.
Ob der Streik die erwuenschte Wirkung zeigen wird, bleibt offen.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Heute mal wieder ein kleines Video.
Vor ein paar Tagen sass ich vor meinem Netbook und sortierte ein paar Bilder und Videos. Die Tuer stand offen und so sah ich, dass da so einiges im Hof passierte.
Also stellte ich die Kamera aufs Stativ, richtete sie auf die offene Tuer aus und startete die Aufnahme.
Nach ca 10 Minuten wude die Kamera entdeckt und dann war die Aktion zu Ende.
Aus den 10 Minuten habe ich die absolut inaktiven Szenen entfernt, sodass gut 5 Minuten uebrig blieben.
Mit diesem Video verabschiede ich mich fuer dieses Jahr, wuensche allen Lesern ein gutes neues Jahr 2010 und im naechsten Jahr gehts hoffentlich weiter.

Hofblick

Dienstag, 29. Dezember 2009


Nachdem ich gestern den letzten Beitrag hier eingestellt hatte, gabs auch gleich einen Stromausfall.
Heute will ich euch mal unsere letzte Ernte aus dem Gemuesegarten zeigen.
Ich hatte ein paar Tueten Zuchini- und Gurkensamen mitgebracht und das ist das Ergebnis. Die Zuchini wachsen praktisch ueber Nacht.
Sind sie am Vorabend noch ganz klein (ca 5cm) sind sie am naechsten Morgen schon 15cm lang, also wird geerntet und Abnehmer dafuer gibts auch jede Menge.
Die Kartoffeln hatte ich aber nicht mitgebracht :-)

Montag, 28. Dezember 2009


Die meistgestellte Frage ist: Wie feiert man Weihnachten in Kenia?
Die Antwort: Relativ unspektakulaer.
Der "Weihnachtsrummel" wie wir ihn kennen, findet hier nicht statt, zumindest nicht auf dem Lande. Aber auch in Nairobi hab ich nicht allzu viel davon gesehen.
In den Supermaerkten steht meist ein kleiner Weihnachtsbaum mit etwas Dekoration, aber das wars auch schon.
Ansonsten geht es Weihnachten vielen Ziegen an den Kragen. Was bei uns die Weihnachtsgans ist, ist hier die Ziege.
So auch bei uns. Die Ziege wird geschlachtet, ausgenommen und zerlegt und die einzelnen Teile erstmal alle gekocht. Das Fleisch kommt danach auf den Grill.
Waehrend sich die Maenner mit der Ziege bzw deren Fleisch beschaeftigen bereiten die Frauen die sonstigen Beilagen.
In einem grossen Topf (bei so einem Fest sind immer viele Leute anwesend) werden Kartoffeln, Weisskraut, Zuchini, Tomaten und alles was der Garten sonst noch hergibt, gekocht. Ausserdem gibts noch Chapati (die Zubereitung wurde in einem frueheren Post beschrieben).
Wenn alle hungrig genug sind, setzt man sich zusammen, isst und hoert Musik, erzaehlt und lacht.
Also alles Sachen, die wir bei uns auch machen.

Samstag, 19. Dezember 2009


Vor ziemlich genau 10 Tagen wurde bei uns der Transformator fuer die lokale Stromversorgung gestohlen. Gestern kam nun ein LKW der KPLC (Kenyan Power and Lighting Corporation) vorgefahren und man baute Ersatz ein.
Wir sind also wieder mit elektrischer Energie versorgt und muessen nicht mehr durch die Dunkelheit laufen :-) Der kleine Kasten am linken Holzmast hat gefehlt und wurde nun ersetzt und macht wieder eine Menge Leute gluecklich.
Geraetselt wird nur, warum das diesmal so schnell ging.

Am 16. Dezember waren wir mal in Thika unterwegs und haben uns die dortigen Sehenswuerdigkeiten angeschaut.
Am Rande der Stadt gibt es das Hotel Blue Post und dort kann man die Anlagen auch als Nichtbewohner des Hotels besichtigen.
Neben den ueblichen Angeboten von Schnitzereien, Bildern und anderen handwerklichen Dingen gibt es dort auch einen Wasserfall, der die Stadt Thika mit Wasser versorgt.
Hier mal ein kurzer Eindruck von dem Wasserfall.

Samstag, 12. Dezember 2009

Am letzten Samstag fuhren wir zu einer Hühner-Farm in der Nähe von Gatundu.

Wir wollten dort Hühnermist kaufen. Den bekommt man zwar auch hier von Händlern angeboten,
aber fährt man zu dem Erzeuger und holt sich das dort selbst ab, kostet die gleiche Menge
nur rund die Hälfte.

Also Grund genug selbst aktiv zu werden.
Wir wurden freundlich begrüßt und durften uns auch ohne Probleme auf der Farm umsehen und Bilder machen.
Wenn man diverse TV-Berichte über Legefarmen in Deutschland gesehen hat und die Hennen dort in den engen Käfigen ohne
richtigen Boden in Erinnerung hat, so war hier die Überraschung groß.


Die Farm besteht aus 5 Häusern, in denen jeweils rund 10.000 Hennen auf zwei Ebenen
untergebracht sind.
Der Fußboden verdient auch den den Namen "Fußboden" und ist mit Holzspänen bedeckt, die dann jeweils mit dem Hühnermist ausgekehrt und durch neue Späne ersetzt werden.

Die Hühner haben Platz um frei in den Gehegen rumzulaufen und sich bei Bedarf an den Futter-und Wasserspendern zu bedienen.

Die Eier werden an diverse Supermärkte in der Region verkauft.

Beim Betreten des Geländes muss man auch hier die entsprechenden Desinfektionsmaßnamen durchführen: Die Schuhe und auch die Reifen des Auto müssen durch ein entsprechendes Desinfektionsbad.

Zum Abschluß unseres Besuchs gabs noch ein Bild mit dem Verwalter, einem Teil der Leute, die unseren Wagen beluden und meiner
Frau und mir.

15 frische Eier gabs zum Abschied auch noch gratis dazu.

Freitag, 11. Dezember 2009


In der Nacht zum 8. Dezember wurde in unserer Nachbarschaft Ein Transformator gstohlen. Damit ist jetzt ein Teil der Anwohner und auch wir ohne Stromversorgung.
Wie lange es dauern wird, bis der Transformator ersetzt wird konnte bisher niemand sagen. Die Anwohner gehen von ca 3 Monaten aus. Lassen wir uns ueberraschen.
Zum Glueck haben wir fuer Beleutungszwecke noch eine Gasleuchte und eine Petroleumlampe hier. Ausserdem hatte ich meine Dynamotaschenlampe mitgebracht.
Mein Kurzwellen-Radio laeuft tagsueber mit Solarzellen und Abends werden die Akkus eingesetzt, die tagsueber ebnfalls ueber Solarzellen geladen werden.
Somit ist die groesste Not gelindert, aergerlich ist es trotzdem.
Mobiltelefon, Kamera und Netbook kann ich bei Bedarf hier im Internet-Cafe aufladen, somit bleibe ich euch auch hier erhalten :-)

Hier nun noch der Link zum versprochenen Video fuer die Hobby-Koeche unter den Lesern.

Bis zum naechsten Mal wuensche ich euch allen eine frohe Adventszeit und nicht allzuviel Kaelte.

Freitag, 4. Dezember 2009

Heute hat es endlich mit dem Video geklappt und ihr koennt es Euch bei Youtube ansehen:
Das Video unseres Ziegennachwuchses
Mittlweile ist der Kleine aber wieder etwas groesser geworden und muss sich gegen seine groesseren Kollegen durchsetzen.
Das Wetter ist immer noch ziemlich regnerisch, was aber die hiesigen Gartenbesitzer freut, alles ist gruen und waechst und gedeiht.
Ansonsten gibt es nicht viel neues von hier zu berichten. Ein weiteres Video ist gerade in Bearbeitung und diesmal ist es etwas fuer Hobbykoeche :-)
Also lasst Euch ueberraschen.
Bis dann dann...kwa heri